Das Abteigebäude, Residenz der Äbtissin, wurde 1754 in Fachwerk erbaut. Es steht auf einem alten Gewölbekeller aus dem 13. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist der Kapitelsaal und das Kanonikuszimmer. Die Wände beider Räume sind mit handgemalten Bespannungen aus Rupfen versehen, die vor 1776 von italienischen Künstlern kunstvoll gemalt wurden. Im Kapitelsaal finden regelmäßig Kammerkonzerte statt und auch standesamtliche Trauungen werden abgehalten. Neben dem Kanonikerzimmer, in dem Abbildungen von mittelalterlichen Schriften und Neumen zu sehen sind, befindet sich ein Ausstellungsraum, in dem einige der vielen erhaltenen Stammbäume, alte Bibeln, ein seidenes Antependium u.v.m. zu besichtigen sind.
Im Eingangsbereich hängen Wappenschilde von Familien, die ihre Töchter ins Stift gaben. Die Reihe der Wappen setzt sich dann im angrenzenden Flur fort. Dort steht auch eine Vitrine, in der ein Antependium aus dem 13. Jahrhundert ausgestellt ist. Es zeigt den Greifenflug Alexander des Großen. Die Forschung darüber ist noch nicht abgeschlossen. |